Netzwerk der ADAC Beauftragten für die Trainerausbildung trifft sich zum Erfahrungsaustausch

Drei Jahre nachdem die Sportleiter aller 18 ADAC Regionalclubs in der Sportkommission die Trainerausbildung im Rahmen der Breitensportförderung beschlossen, trafen sich erstmals die Beauftragten zu einem Workshopwochenende unter dem Titel „Optimierung der ADAC Trainerausbildung“ in den Räumen des ADAC Hessen-Thüringen in Frankfurt am Main. Die reichhaltige Agenda, die Ralf Teltscher, Referent für das Trainerwesen beim ADAC e.V. in München und vormals langjähriger ehrenamtlicher Beauftragter des ADAC Südbayern e.V., zusammenstellte, beinhaltete u.a. Workshops zu den Themen Sozial- und Medienkompetenz, organisatorische und inhaltliche Gewichtungen der  Ausbildungsinhalte sowie ausgiebige Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch. Zum Thema „Selbstverständnis“ hatte der Teilnehmerkreis, der sich  sowohl aus Mitgliedern des ADAC Ehren- als auch Hauptamtes zusammensetzte, auch die Möglichkeit, ihre Erwartungen zu formulieren, um eine transparente Bedürfnissituation für den Verlauf der Tagung zu erzielen. Dies alles vor dem Hintergrund einer modernen Erwachsenenbildung, die vom Deutschen Olympischen Sport Bund (DOSB) sowie der deutschen motor sport jugend (dmsj) in den Ausbildungskonzeptionen verankert ist.

ADAC BeauftragteNeben den regelmäßigen Beauftragtentreffen im Rahmen des ADAC Kartslalom Cups wird insbesondere der Aufbau eines dauerhaften Netzwerks zum individuellen Erfahrungs-, Lehrmethoden- und Referentenaustausch gewünscht. Entsprechend umfangreich waren daher auch die Workshopergebnisse. Beispielsweise zu den Themen „Pädagogische und sportwissenschaftliche Gewichtung“ unter Leitung der Referenten Mag. Maria Schuch und Diplom-Sportwissenschaftler Roland Fabisch, die selbst aktiv in die Trainerausbildung der Regionalclubs eingebunden sind. Petra Baer, selbst ausgebildete Trainerin-C, vom gastgebenden Regionalclub, moderierte routiniert den Erfahrungsaustausch zum Thema „organisatorische Gewichtung“, den die teilnehmenden hauptamtlichen Mitarbeiter mit gekonnter Routine entsprechend professionell und grafisch aufbereitet in der anschließenden Präsentationsrunde vortrugen. Das Thema zur Gewichtung der „Prozessorientierung“ stellte eine besondere Herausforderung dar, geht es doch u.a. um die bei der Qualifikation der Trainer reflektierten Wünsche zur Weiterentwicklung des Motorsports, wie der Nachwuchsförderung. Über dieses Thema referierte im Anschluss Roland Fabisch mit dem Schwerpunkt der Installation von Nachwuchsleistungszentren, im Rahmen der Qualitätsentwicklung im Motorsport. Über die Ausbildung der zur Umsetzung dieser Zentren notwendigen Regionalclub- und Landestrainer-B als nächst höhere Lizenzstufe, informierte Organisator und Seminarleiter Klaus-Jürgen Maurer über die Struktur der an zwei Wochenenden im Herbst stattfindenden Ausbildungsmaßnahme in Lüneburg. Diskutiert wurde auch das sensible Thema „Gegen sexualisierte Gewalt“, das zukünftig in der Trainerausbildung zu behandeln ist und von Magister Maria Schuch als pädagogische Begleiterin des Workshops praxisnah referiert wurde. Zum Tagesordnungspunkt „dmsj-Transfer" reiste Dr. Julia Walter, Jugendreferentin der deutschen motor sport jugend, direkt aus ihrem Urlaub an, um einerseits die Stellung der dmsj im DMSB e.V. als für die Ausbildung der Motorsporttrainer zuständige Spitzenverband zu erläutern und andererseits die durchwegs konstruktiven Empfehlungen der Beauftragten in die Entscheidungsgremien einzubringen.
Als Resümee reflektierte Ralf Teltscher die konstruktive und ergiebige Zusammenarbeit des Workshops und verabschiedete die ADAC Beauftragten auf ihre Heimreise. Nun gilt es bereits am darauf folgenden Arbeitstag der Teilnehmer die zahlreichen Eindrücke und Informationen zu verarbeiten, um die Gestaltung einer erwachsenengerechten Trainerausbildung nachhaltig weiter zu entwickeln und optimieren zu können.

Text: ADAC e.V. Motorsport
Foto: ADAC e.V. Motorsport